Die 17 Indianerstämme Paraguays
Noch heute leben in Paraguay 17 verschiedene Indianerstämme, die meisten davon im Chaco. Insgesamt, so schätzt man, sind es fast 50.000 Indianer, die es heute noch in Paraguay gibt. Viele der 17 Stämme, die insgesamt neun verschiedenen Ethnien angehören, leben sehr zurückgezogen und vielfach noch immer recht traditionell. Im nördlichen Teil des Chacos an der Grenze zu Bolivien und Brasilien gibt es sogar noch Stämme, die ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt leben – und noch immer hält sich das Gerücht, dass weitere, bislang noch unentdeckte Indianerstämme in den Wäldern Südamerikas existieren. Ein Hinweis darauf: Im August 2007 wurden im Gebiet der Ayoreo frische Fußspuren und noch glühende Kochstellen in einem bislang noch unberührten Waldgebiet gefunden.
Mehr als 40.000 der 50.000 in Paraguay lebenden Indianer haben die größte Dornenbusch-Savanne Südamerikas als ihr Zuhause gewählt. Sie leben dort schon seit Urzeiten oder sind vor vielen Jahren aus anderen Teilen Südamerikas dorthin ausgewandert. Die zwei größten Stämme im zum Teil lebensfeindlichen Chaco sind mit je 12.000 Indianern die Nivaclé und die Enlhet. Ein anderer mit 2.000 Indianern weitaus kleinerer Stamm, der im nördlichen Chaco an der Grenze zu Bolivien lebt, ist der der Guaraní-Ñandeva.
Die Guaraní
Die Guaraní sind zweifelsohne die bekannsten Indianer Paraguays. Ihre Sprache ist heute neben Spanisch zweite offizielle Landessprache, und auch die Landeswährung Paraguays heißt Guaraní. Das Wort „Guaraní“ bedeutet in der Übersetzung „Krieger“, und kriegerisch waren sie einst, die Guaraní, die vor mehr als 500 Jahren von den Inka-Truppen besiegt und unterworfen wurden. Heutzutage ist der Stamm der Guaraní in drei unterschiedliche Gruppen gespilttet: In die im Chaco lebenden Guaraní-Ñandeva sowie in die im Osten Paraguays an der Grenze zu Brasilien lebenden Avá-Guaraní sowie Mby-á-Guaraní. Bereits vor Ankunft der spanischen Eroberer existierten im heutigen Paraguay indianische Straßennetze – angelegt von den Guaraní-Indianern. Die Bezeichnung der heute meist in Vergessenheit geratenen Wege und Pfade lautet „Tapé Avirú“, was sich in etwa mit „gemütlicher Weg“ übersetzen lässt. Wo genau entlang die alten Pfade der Guaraní geführt haben, ist heute nicht mehr bekannt, sicher aber ist, dass sie von den Iguazú-Wasserfällen, die heute zu Brasilien und Argentinien gehören, durch die Berge von Ybytyruzú ins Landesinnere von Paraguay bis hin zum Cerro Yaguarón, was soviel wie „großer weißer Hund“ bedeutet, führten. Bis heute gibt es entlang dieser Wege noch immer unentschlüsselte Felsmalereien und Steininschriften, so z.B. bei Itá Letra, was in der Sprache der Guaraní für „Stein“ und „Inschrift“ steht, im Ybytyruzú Gebirge und bei Cordillera Amambay im Nationalpark Cerro Cora an der Grenze zu Brasilien. Ob die Inschriften tatsächlich von Indianern stammen, ist bis heute nicht geklärt – vielfach wird spekuliert, dass es sich bei den gefundenen Felsmalereien um die von Wikingern oder Phöniziern handeln könnte! Das jedoch würde bedeuten, man müsste die Geschichtsbücher umschreiben, denn dann war Kolumbus nicht der Erste, der Südamerika entdeckt hat! Doch das ist ein anderes Thema …
Ende des 16. Jahrhunderts, knapp 100 Jahre nach der „offiziellen“ Entdeckung Südamerikas durch Kolumbus, kamen die Jesuiten in das Gebiet des heutigen Paraguay. Im Laufe der Zeit gründeten sie in Paraguay, Argentinien und Brasilien insgesamt mehr als 30 Reduktionen, in denen sie zusammen mit jeweils 4.000 bis 10.000 Indianern lebten. 1767 wurde der Jesuiten-Ordens vom Papst aufgehoben und vom spanischen König Carlos III. gewaltsam zerschlagen. In den Jesuiten-Reduktionen, die vor allem auch einen Schutz vor den regelmäßig ins Land einfallenden brasilianischen Sklavenjägern, den sog. Mameluken, darstellten, entwickelten die Indianer im Laufe der Jahre ein ausgesprochen ausgefeiltes kunsthandwerkliches Geschick. Wie sich herausstellte, waren sie nicht nur talentierte Steinmetze, Holzschnitzer und Schmiede, sie beherrschten zudem die Kunst der Ziegelbrennerei, der Glockengießerei, Weberei, sowie der Leder- und Silberverarbeitung. Zu welchen Leistungen die Guaraní-Indianer seinerzeit bereits fähig waren, belegen die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärten Ruinen von Trinidad del Paraná (1706) und Jesús de Tabarangué (1685) im Süden Paraguays heute noch sehr eindrucksvoll!
Die Aché
Ein Stamm, der neben den Guaraní im Osten Paraguays nahe der Grenze zu Brasilien lebt, ist der der Aché. Die Aché-Indianer haben lange Zeit, ähnlich den Guaraní, wild gelebt, wurden in den 1970er Jahren jedoch vielfach verfolgt und fast ausgerottet. Aus diesem Grund leben die Aché heute noch sehr zurückgezogen. Um ihren urtümlichen Lebensstil beibehalten zu können, haben sie die Erlaubnis vom paraguayischen Staat, in ihrem Lebensraum jagen und fischen zu dürfen. Gejagt wird vor allem mit Pfeil und Bogen – auch heute noch. Beutetiere sind Tapire, Kapuziner-Äffchen, Waschbären, Hirsche, Gürteltiere und Eidechsen. Dazu kommen wilder Honig und Insektenlarven. Die Aché jagen in Gruppen. Die Jäger ziehen zusammen los, teilen sich auf, gehen aber nur soweit auseinander, dass sie sich jederzeit durch Rufen oder Pfeifen miteinander verständigen können. Äxte verwenden die Aché nicht zum Jagen – mit ihnen werden vor allem Bäume geschlagen. Die Aché sind eng verwandt mit den paraguayischen Guaraní-Indianern. Auch wenn die Aché schon früher, zur Zeit ihrer Entdeckung im 16. Jahrhundert durch die Jesuiten, als weitgehend friedlich eingestuft wurden, waren sie schon damals als Kannibalen bekannt. Die Aché leben in kleine mit eigenem Dialekt sprechende Gruppen aufgeteilt. Ihre Lebensweise galt und gilt auch heute noch als extrem einfach. Die ersten Aufzeichnungen zu den Aché stammen aus dem 16. Jahrhundert. Wirklich „befriedet“ wurde der Stamm jedoch erst in den 1960er Jahren. Bis dahin waren die Aché Paraguays letzte große Gruppe von Indianern, die noch keinen Kontakt zur Außenwelt hatten.
Die Ayoreo
Die Ayoreo leben in viele unterschiedlich aufgeteilte Unterstämme im nördlichen Chaco an der Grenze zu Bolivien und Brasilien. Der meistisolierte ist der Stamm der Ayoreo-Totobiegosode, was soviel wie „Leute im Land des wilden Schweins“ bedeutet. Noch heute gibt es Ayoreo-Gruppen, die überhaupt keinen Kontakt zur Zivilisation haben. Das erste Mal überhaupt in Kontakt mit dem „weißen Mann“ kamen die Ayoreo erst in den 1940er und 1950er Jahren, als die Mennoniten, ausgewandert aus Europa, den Chaco besiedelten. Damals kam es wegen territorialer Ansprüche zu Kämpfen und Toten auf beiden Seiten. Noch heute jagen die Ayoreo in den Wäldern des Chaco, um sich zu ernähren. Dabei benutzen sie beinahe primitiv wirkende, kleine, aber sehr stabile Holzspeere. Mit diesen töten sie „Pekaris“, eine Art Wildschwein, dass extrem agressiv und angriffslustig ist. Gejagt wird in Gruppen. Die Jäger provizieren das Pekari, so dass es auf einen von ihnen losgeht. Beim Angriff auf den Jäger spießt sich das Wildschwein dann quasi selbst auf, wenn es in den Speer hineinrennt. Ist das Pekari erst einmal verwundet, stürmen die anderen Jäger herbei, und erledigen den Rest. Eine nicht ungefährliche Art zu jagen, bei der es häufig auch zu tödlichen Unfällen auf Seiten der Jäger kommt. Neben den Pekaris, wildem Honig und Insektenlarven, stehen bei den Ayoreo vor allem auch die im Chaco häufig vorkommenden Riesenschildkröten auf dem Speiseplan. Bei den Ayoreo teilen sich jeweils vier oder fünf Familien zusammen eine Hütte. Die Hütten sind aus Holz und Lehm gebaut, drinnen schlafen tun die Ayoreo allerdings nur, wenn es regnet. Das wichtigste Ritual der Ayoreo ist seit Urgedenken das zum Beginn der Regenzeit. Der erste zu hörende Schrei der Nachtschwalbe läutet eine einen ganzen Monat lang dauernde Zeremonie ein. Lange Zeit waren die Ayoreo wegen ihrer Wildheit gefürchtet. Heute leben sie sehr zurückgezogen in den Wäldern des Nord-Chaco. Bis heute gibt es im Gebiet um den Cerro León herum noch vereinzelte Stammesgruppen, die ohne Kontakt nach außen hin leben. Im August 2007 wurden im Ayoreo-Gebiet zudem frische Fußspuren und noch glühende Kochstellen in einem bislang unberührten Waldgebiet gefunden – Hinweise auf einen noch unentdeckt lebenden Indianerstamm.
Die Yshir
Drei Kilometer südlich von Bahia Negra, dem letzten größeren Ort im nördlichen Chaco, liegt Puerto Diana, das Dorf der Yshir. Die Yshir leben unter extremen Bedingungen im heißen, trockenen Nord-Chaco direkt an der Grenze zu Brasilien und dem riesigen Sumpfgebiet Pantanal. Temperaturen von weit über 40 Grad sind hier keine Seltenheit. Der Pantanal ist das weltweit größte Feuchtgebiet, das in regelmäßigen Abständen überflutet wird. In der Zeit von Dezember bis Mai kann diese Region z.B. nur mit einem Boot erreicht werden. Dafür kommen im Pantanal auf jeden Quadratkilometer mehr verschiedene Tierarten als in irgendeiner anderen Region der Welt! Vor allem Vögel sind hier zu Hause, darunter der größte Storch der Welt, der „Jabiru“. Die Yshir leben in den an Puerto Diana angrenzenden Sümpfe vor allem vom Fischfang, von der Jagd und dem Sammeln von wildem Honig.
Die Chamacoco
10 km südlich von Bahia Negra, in der Region um Puerto La Esperanza, leben die Chamacoco an den Ufern des Río Paraguay. Die letzten gut 2.600 noch lebenden Stammesangehörigen dieses Volkes sind heute wie früher noch immer hervorragende Jäger und Fischer. Von der paraguayischen Regierung verfolgt, vertrieben und immer weiter in den Chaco hinein zurückgetrieben, haben sich die Chamacoco seit den 1980er Jahren vor allem auf die Herstellung und Verarbeitung von Wildtierfellen spezialisiert.
Die Nivaclé
„Nivaclé“ bedeutet in der Sprache der Indianer soviel wie „Mann“. Die Nivaclé sind mit fast 12.000 Indianern heute der größte Stamm im Chaco. Bis vor 50 Jahren lebten die Nivaclé noch als Halbnomaden in großen Familienverbänden, die ihre Quartiere, sprich ihre Grashütten, immer in Nähe der wichtigsten Nahrungsquelle aufgebaut haben. Heute leben die Nivaclé im südlichen Chaco an den Ufern des Flusses Pilcomayo hauptsächlich vom Fischfang und dem Sammeln von Waldfrüchten und Honig. Jagen tun sie, wie andere paraguayische Indianerstämme noch immer, heutzutage nicht mehr. Dafür schaffen sie sich durch Brandrodung kleine Flächen, auf denen sie Mais und Paraguays Hauptnahrungsmittel Manioka anbauen. Seit jeher haben die Nivaclé großes Geschick in der Herstellung ihrer Handwerkskunst bewiesen. So sind die Nivaclé-Männer geschickte Holzschnitzer. Für ihre feinen Holzschnitzereien verwenden sie vor allem kleine Äste des im Chaco wachsenden Palosantobaumes, die sie beim Brennholz suchen finden. Für die Herstellung ihrer Holzschnitzerein verwenden die Nivaclé meist einfachste, oft fast schon primitiv wirkende Werkzeuge. Die Nivaclé-Frauen sind ausgezeichnete Weberinnen. Sie stellen hochwertig verarbeitete Ponchos, Decken und Wandschmuck aus Schafwolle her – alles in Handarbeit. Die Fasern für die Muster der Stoffe werden dabei aus den Blättern der Caraguatá-Pflanze gewonnen. Die Farben werden ebenfalls aus Pflanzen hergestellt: der Blauton z.B. wird aus der Rinde des Carupaybaumes gewonnen, das Harz des Johannisbrotbaumes liefert braune, graue und schwarze Töne. Violett stellen die Nivaclé aus den Schoten des Guayacan her, dunkelrot aus den Wurzeln des Algarrobilla. In der Gemeinschaft der Nivaclé gehört alles allen, d.h. individuellen Besitz kennen die Stammesangehörigen nicht.
Die Enlhet
Wie die Nivaclé, besteht auch der Stamm der Enlhet heute noch aus ungefähr 12.000 Indianern. Auch die Enlhet waren einst Jäger und Sammler, die sich vor allem auf die Jagd nach Sumpfhirsche und dem weltgrößten Nagetier, dem „Capybara“-Wasserschwein, spezialisiert haben. Heute, nachdem es große Teile der Wälder im paraguayischen Chaco nicht mehr gibt, reicht die Jagd allein nicht mehr aus, um den ganzen Stamm zu ernähren. So versuchen sich die Enlhet nun im Verkauf ihrer fein gearbeiteten Kunsthandwerke.
Die Toba Qom
Auch die Toba Qom leben im Chaco, direkt an den Ufern des Río Paraguay. Zumindest ca. 1.400 von ihnen – der Rest ihres Stammes lebt in Argentinien. Die Toba Qom sind in einer Hinsicht einzigartig: Sie sind der erste Indianerstamm überhaupt, der keinen männlichen, sondern einen weiblichen Häuptling hat – und davon gleich zwei! Julia Escobar und Maria Domingez sind seit kurzer Zeit Stammesführerinnen der Toba Qom, die hauptsächlich vom Fischfang aus den Teichen im Hinterland des südlichen Chacos und vom Honig sammeln leben.
Andere, die meisten davon vor langer Zeit aus anderen Gebieten in den Chaco eingewanderten, Stämme sind die der Sanapaná, Toba-Maskoy, Guarayo, Angaité und Choroti-Manjuy. Eine Ausnahme unter den im Chaco lebenden Indianerstämmen bilden die Maka – sie sind nicht in den Chaco ein-, sie sind aus dem Chaco ausgewandert.
Die Maka
In der historischen Übersetzung bedeutet Maka soviel wie „eigentlich unseres“. Die Maka wurden 1933 aus dem Chaco in die Nähe von Asunción, nach Villa Hayes, umgesiedelt. Wegen alljährlich wiederkehrender Überschwemmungen der Wohngebiete zogen die Maka 1985 jedoch noch einmal um, und zwar dorthin, wo sie noch heute leben – ins Maka Indianerreservat in Mariano Roque Alonso, nahe der Remansobrücke. Haupteinnahmequelle der Maka, die sich traditionell von der Jagd ernährt haben, ist heute der Verkauf von Souvenirs. Doch reicht der Verkauf von Souvenirs nicht immer aus – viele der 1.000 bis 1.200 im Reservat lebenden Familien sind bettelarm. Können die Indianerfrauen einen Tag keine Souvenirs verkaufen, reicht es meist nicht mal mehr für die Busfahrt zurück ins Reservat. Die Frauen übernachten dann irgendwo im Freien in der Stadt, und die Familie zu Hause bekommt an diesem Tag kein Abendessen. Die Maka geben ihr Wissen um Web- und Flechttechniken auch heute noch von Generation zu Generation weiter, auch wenn der Großteil des Materials für die Souvenirs mittlerweile industriell gefertigt wird. Das Maka Reservat ist 12 ha groß. Häuser aus Stein gibt es nur drei: Die Schule, das Kulturhaus, das 2001 von der japanischen Regierung gespendet wurde, und das Haus des Häuptlings. Dem Häuptling unterstehen noch heute alle in Paraguay lebenden Maka. Wurde das Häuptlingsrecht seit jeher weitervererbt, wird der nächste Häuptling zum ersten Mal frei gewählt. Grund: Der aktuelle Häuptling Andres hat zwar drei Kinder, doch alles Töchter, keinen Sohn. In der Schule der Maka werden derzeit 270 Kinder unterrichtet, darunter auch eine Hand voll Nichtstammesangehöriger. 16 Lehrer, 6 davon sind selbst Maka, unterrichten hier die eigene Stammessprache, Spanisch und Guaraní. Keine leichte Aufgabe, denn weil viele Kinder unterernährt sind, fällt es ihnen oft schwer, dem Unterricht zu folgen und zu lernen. Überhaupt fehlt es im Reservat der Maka an Einigem. Und die Maka gehören schon zu den bestorganisierten Indianerstämmen des Landes. Tische oder Stühle gibt es kaum, gekocht wird für alle in großen Töpfen auf offenem Feuer. Zubereitet werden neben Hauptnahrungsmittel Manioka vor allem Rinderköpfe und Pansen – sicherlich ein eindeutiges Zeichen dafür, wie es um die finanzielle Situation der Indianer bestellt ist. In einem Raum leben oft bis zu 20 Personen gleichzeitig. Duschen gibt es nur wenige provisorische. Leere Plastikflaschen sind wertvolle Spielzeuge für die Kinder. Trotzdem erhalten sich die Maka ihre Lebensfreude. So spielen die Mädchen liebend gerne Volleyball, und die Jungs „Wijukal“, ein Spiel, bei dem je 2 dunkle und 2 helle Stücke Holz, die wie eine Art Würfel fungieren, zu Boden geworfen werden. Will man das Indianerreservat besuchen, wird man herzlich empfangen. Fotos können gegen Bezahlung gemacht werden. Jedes Bild kostet jedoch je nach Anzahl der darauf abgelichteten Indianer. In Stammestracht kosten Bilder noch ein wenig mehr. Für die Indianer gibt es drei wichtige Feste, bei der sie ihre Stammestracht anziehen, feiern – und sich sogar kostenlos fotografieren lassen: Am Tag der Indianer, am Tag der Rassen und zum Geburtstag des Häuptlings. Die bei derartigen Festen aufgeführten traditionellen Tänze sind das Erbe der Vorfahren der Maka und haben eine tiefe religiöse Bedeutung. Die Gesänge z.B. symbolisieren das „Flüstern des Waldes“, den „Schrei eines Vogels“ und das „Krachen des Donners“.
